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    Dezember 23 2015

    Segelreviere im Mittelmeer - Teil 1: Wetter, Wind und Anreise

    Das Mittelmeer, Mare Nostrum, wie die Römer es nannten, ist mitnichten eine kleine Pfütze, wie es der globale Blick auf eine Landkarte vielleicht zuerst vermuten ließe. Das Mittelmeer ist satte 2000 Seemeilen lang. Und auch von Nord nach Süd, zwischen Venedig und der lybischen Küste, beträgt die Distanz 1000 Meilen. Jede Menge Wasser, Küste und Inseln für jede Menge Törns. Über einen Kamm scheren lassen sich die verschiedenen Regionen des Mittelmeeres nicht. Jede der Landschaften zwischen Gibraltar und Tel Aviv hat ihren ganz eigenen Reiz. Manche Dauersegler finden das Mittelmeer so spannend, dass sie auf ihre Weltumseglung erst gar nicht starten, sondern jahrelang diese vielen reizvollen Teilreviere erforschen und auch überwintern.
     

    Das Mittelmeer, Mare Nostrum, wie die Römer es nannten, ist mitnichten eine kleine Pfütze, wie es der globale Blick auf eine Landkarte vielleicht zuerst vermuten ließe. Das Mittelmeer ist satte 2000 Seemeilen lang. Und auch von Nord nach Süd, zwischen Venedig und der lybischen Küste, beträgt die Distanz 1000 Meilen. Jede Menge Wasser, Küste und Inseln für jede Menge Törns. Über einen Kamm scheren lassen sich die verschiedenen Regionen des Mittelmeeres nicht. Jede der Landschaften zwischen Gibraltar und Tel Aviv hat ihren ganz eigenen Reiz. Manche Dauersegler finden das Mittelmeer so spannend, dass sie auf ihre Weltumseglung erst gar nicht starten, sondern jahrelang diese vielen reizvollen Teilreviere erforschen und auch überwintern.

    Mittelmeer_

    Wind und Wetter
    Die Jahreszeit ist wichtig: In Frühjahr und Herbst sind die Großwetterlagen nicht so beständig wie in den Sommermonaten. Dann hält das Azorenhoch die über den Atlantik kommenden Tiefs aus dem Mittelmeerbecken heraus und schiebt sie nach Norden. Dann ist es recht heiß, mit vorherrschend westlichen und thermischen Winden zwischen zumeist 2 und 5 Bft. die sich im Lauf des Tages langsam aufbauen und am Abend meist wieder einschlafen.
    Erst wenn sich die Großwetterlage verändert donnert der Mistral aus nördlichen Richtungen aus dem Rhonedelta in den Westteil des Meeres, die eiskalte Bora weht aus Nordost über die ")|(user)Felix|(hash)af91d663ee2d3f8374aa654383a924d3fa5e64e48e928371084a720db76ecdd1%}, oder der feucht-warme Schirokko aus Süd bringt Saharasand mit sich. Dazu kommen viele unstete lokale Windsysteme, die manchen Segler verwundern.

    Im Frühjahr und im Herbst wechseln sich warme Perioden mit leichten bis mittleren Winden mit feuchten Tagen und auch mal Sturm ab. Bis in den Dezember hinein kann speziell im südlichen und östlichen Mittelmeer, gesegelt werden. Die ersten Monate jedes Jahres sind die eigentlichen nassen Zeiten, in denen der Durst der mediterranen Pflanzenwelt gestillt wird.

    Die Anreise
    ist einfach und schnell: In den Norden Spaniens, nach Südfrankreich, Norditalien, und auch nach Kroatien kommt man zügig mit dem Auto. Besonders die Wassersportler aus dem südlichen Teil Deutschlands freuen sich über die kurze Anreise: Mittags in München los, und zum Abendessen schon in der Konoba bei Crno Vino, Pršut, Cevapcici und Pljeskavica mitten in Kroatien.

    Auch mit der Bahn lassen sich viele Ziele einfach erreichen: Nordspanien, Toskana, die kroatische Küste von Pula bis Split. Sogar bis nach Sizilien kann man ohne Umsteigen fahren.

    Eine ganze Reihe von ausgezeichneten Fährverbindungen macht die Anreise schon zum Erlebnis: Von Barcelona zu den Balearen, von Südfrankreich nach Korsika, vom italienischen Festland nach Sardinien und Sizilien... Von Venedig, Triest und Rijeka aus fährt man bequem und schnell zu den Häfen in Kroatien und nach Korfu.

    Am schnellsten reist der Wassersportler natürlich mit dem Flieger. Zwischen Mai und Oktober werden alle Mittelmeer-Segelreviere regelmäßig von deutschen Abflughäfen angesteuert. Am einfachsten klappt es Flügen nach Mallorca. Fast in Stundentakt starten die Urlaubsflieger für wenig Geld zur Teutoneninsel. Auch nach Pisa und somit in die Region um Elba verkehren regelmäßige Billigflieger. Nach Kroatien dagegen sind die Flugverbindungen nicht ganz so häufig und günstig. Malta, Griechenland, die Türkei und Zypern dagegen sind typische Ziele für den Flieger. Gerade der Dauersegler kann von günstigen Last-Minute-Angeboten Gebrauch machen, wenn er nicht auf ein bestimmtes Datum festgelegt ist.
    Charteryachten in einem Mittelmeer_

    Jede dieser Anreise-Varianten hat ihre Vorzüge: Das Flugzeug ist sicher am schnellsten - in nur zwei bis drei Flugstunden ist man vor Ort, dafür ist das Segelgepäck meist auf 20 Kilo begrenzt, was grade den Bootseignern oft nicht reicht. Im Eisenbahnwaggon kann man es sich gemütlich machen, ein Buch oder einen Reiseführer lesen und sich auf den Törn einstimmen, Das gilt natürlich auch für die Fähre. Die Anreise mit dem PKW schließlich hat den Vorteil, dass man alles Gepäck und persönliche Dinge mitnehmen kann. Manche Yachties bringen gerne Ersatzteile und kulinarische Schmankerl aus der Heimat mit zum Törn – das gibt immer Gewicht.
     

    Weitere Artikel aus dieser Serie:

    Segelreviere im Mittelmeer: Teil 2: Mooring & Liegemöglichkeiten

    Segelreviere im Mittelmeer: Teil 3: Küche & Versorgung

    Segelreviere im Mittelmeer: Teil 4: Aktivitäten auch mit Familie

     
     
     
    Felix Wolf
    f.wolf@yachtbooker.com

    Felix ist Mitgründer von YachtBooker. Er ist selber Charterskipper und hat Spass daran neue Segelreviere zu erkunden.

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