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Januar 05 2016

Stand Up Paddling – der neue Trendsport auf dem Wasser

Auf einem Brett stehen und paddeln kommt immer mehr in Mode. Probieren Sie es aus! SUP macht Spaß und hält fit auf dem Törn.

Die Calanques an Südfrankreichs Mittelmeerküste zwischen Marseille und Cassis. Schmalen Fingern gleich, oft über einen Kilometer lang, schneiden sich diese kleinen, malerischen Fjorde in das Kalkmassiv der Provence-Ausläufer.

Stand-Up-Paddeln auch beim Chartertörn
Viele Yachten liegen in diesem Natur- und Seglerparadies vor Anker, Taucher springen von Bord, Kajaks werden zu Wasser gelassen, Schnorchler erkunden von der Oberfläche aus bei Top-Sichtweiten die faszinierende Unterwasserwelt. Und: Stand-Up-Paddler (SUP-er) legen ihre Boards auf die hier beinahe spiegelglatte See. Es sind ideale Bedingungen für diese Trendsportart, weltweit SUP (Stand Up Paddling) genannt, die seit ein paar Jahren die umfangreiche Palette der Wassersportaktivitäten erweitert.

Mittlerweile biten auch einige Charteranbieter im Mittelmeer SUP-Boards als zusätzliches Extra an. Sie können somit ganz einfach ein Board auf Ihren Törn mitnehmen und in der nächsten ruhige Bucht gleich mal aufs Brett steigen. Falls Ihr Charteranbieter keine SUPs anbietet, können Sie in fast jedem Hafenort mittlerweile ein Brett woanders leihen und an den Seezaun Ihrer Charteryacht schnallen.

Es gibt sicher viele Gründe für den Siegeszug um die Welt, die wichtigsten sind jedoch: Die Sportart ist leicht zu erlernen, das Equipment beschränkt sich auf wenig Material und – besonders für Segler interessant: Die Ausrüstung, insbesondere Board und Paddel, ist auf jedem Schiff leicht zu transportieren. Ebenfalls nicht ganz unwichtig: Die Anschaffungskosten für ein gutes Board (Preis: um die 500 Euro) sind nicht allzu hoch.
Wie beim Surfen gibt es auch beim SUP unterschiedliche Bretter für unterschiedliche Anforderungen bzw. Leistungsstufen. Grundsätzlich gilt folgendes Bauprinzip: Je breiter und dicker ein Brett ist, desto weniger kippelig bzw. leichter ist es zu handeln, dagegen muss man aufgrund des höheren Wasserwiderstands mehr Kraft beim Paddeln aufwenden.

Es wird in Hardboards und sogenannte inflatable Boards (iSUP), aufblasbare Boards, unterschieden. Die Vorteile des (in der Regel breiteren) iSUP, das sich besonders für Anfänger als Einstiegsgerät eignet, sind: Es ist leicht und mit einem kompakten Packmaß eine sinnvolle Alternative für Reisen per Auto oder Flugzeug. Ohne Luft hat es die Größe eines Rucksacks, mittels einer Luftpumpe wird es prall aufgepumpt, so dass es in seinen Eigenschaften einem starren Board nahezu gleichkommt. Die Nachteile: Im Gegensatz zum Hardboard vermittelt es ein weniger direktes Fahrgefühl, die Beschleunigung auf der Welle ist geringer und größere Schäden sind schwieriger zu reparieren.


Tipps für SUP-Einsteiger

Wer den Trendsport, der in den 1950er-Jahren vor Hawaii aufkam, ausprobieren möchte, der sollte bei den ersten Paddelschlägen ein paar Dinge beachten: An erster Stelle stehen einige (Sicherheits-)Regeln.
  • SUP-er sollten vor jedem Ausflug unbedingt die Wetterverhältnisse checken. Bei Gewittern oder starken (ablandigen) Winden wird eine Ausfahrt abgebrochen!
  • Grundsätzlich geht man nur aufs Wasser, wenn man gesund ist und sich gut fühlt. Wer nicht über exzellente Schwimmkenntnisse verfügt, sollte immer eine Schwimmweste tragen.
  • Entsprechende Kleidung schützt vor Kälte und UV-Strahlung, Sonnencreme vor verbrannter Haut, festes Schuhwerk (je nach Untergrund) vor Verletzungen.
  • Auf längeren Touren sollten Sie immer dabei haben: wasserdicht verstautes Handy, Signalpfeife, Verpflegung, Trinkwasser, Schwimmweste und einen Wurfsack, in dem sich ein rund 20 Meter langes, stabiles Seil befindet. In Notsituationen kann man damit eine verunglückte Person an Land oder zu sich ans Board ziehen. Oder wenn man selbst verunglückt ist, einem Retter die Leine zuwerfen.
  • Wie beim Tauchen sollten Sie keine Soloausflüge unternehmen – wenn doch, bitte bei Freunden oder Bekannten ab- und zurückmelden!
  • Kontrollieren Sie auch immer das Material: Sind Board, Paddel, Finnen und die am Fußgelenk angebrachte Fangleine, die sogenannte Leash, mit der man mit dem Board verbunden ist, in einwandfreiem Zustand?
  • Wer nicht mit seiner eigenen bzw. mit Leihausrüstung aufs Wasser geht, sollte immer auch prüfen, ob die Größe des Boards zum Gewicht bzw. die Länge des Paddels zur Körpergröße passen.
  • Ganz wichtig für uneingeschränkten SUP-Spaß sind gute körperliche Verfassung und Fitness, denn ein gut trainierter Körper meistert schwierige Situationen leichter. Übrigens: Die notwendigen Fahrtechniken erlernt und übt man am besten schon zu Hause in heimischen Gewässern. An den Küsten von Nord- und Ostsee sowie Seen und Flüssen beziehungsweise in vielen deutschen Städten, durch die Kanäle oder Wasserstraßen ziehen, gibt es heutzutage SUP-Schulen, die Einführungskurse in die Grundtechniken des Stand Up Paddlings anbieten. Falls es keine Vorbereitungszeit gab - auch kein Problem: Selbst im Mittelmeer gibt es genügend ruhige Buchten mit kristallklarem Wasser, wo Sie Ihre ersten SUP-Übungen durchführen können.
 
 
 
Felix Wolf
f.wolf@yachtbooker.com

Felix ist Mitgründer und Inhaber von YachtBooker. Er ist selber Charterskipper und hat Spass daran neue Segelreviere zu erkunden.

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