Kroatien - Beliebtestes Charterrevier der Welt
Berühmt für die zahlreichen Inseln mit steilen Klippen und traumhaften Buchten, für die unberührten Naturlandschaften und das klare Wasser der Adria, ist Kroatien ein bevorzugtes Reiseziel, und nicht nur für Bootbesitzer. Regionen wie die Kornaten, die dalmatinische Küste und die Kvarner Bucht haben eine lange Segeltradition, die den guten Ruf von Yachtcharter Kroatien nachweisen. Wer einmal hier war, wird gern in "die Karibik Europas“ wiederkommen.
General Info
Kroatien nimmt das Territorium zwischen der Pannonischen Tiefebene, dem Balkangebirge und dem Mittelmeer, oder, um es genauer zu sagen, dem Adriatischen Meer ein. Aufgrund dieser Lage kann man das Land in drei Hauptzonen unterteilen: Tiefebene, Gebirgsregion und Küstenregion. Alle drei sind für Charterurlauber gleichermaßen attraktiv.
Diese Region besitzt ein großes touristisches Potenzial und galt bereits im 19. Jahrhundert als hervorragendes Urlaubsziel. Der lange Krieg, der nach Zusammenbruch des sozialistischen Jugoslawiens Anfang der 90-er Jahre die ganze Region betraf, hat sich jedoch negativ auf den Tourismus ausgewirkt. Heute entwickelt sich Kroatien wieder rasch zu einem der besten Segelreviere entlang der adriatischen Küste.
Die zu Kroatien gehörende dalmatische Küste kann in mehrere Unterregionen unterteilt werden, aber sie ist generell bekannt als ein sonniges Gebiet mit warmem Wasser, das bereits in Vorzeit besiedelt war (wovon heute noch zahlreiche Steinzeitruinen zeugen) und das wie jede echt mediterrane Region nach Oliven, Wein und Fisch duftet.
Zu den bei Chartergästen beliebtesten Orten zählen Zadar, Šibenik, Split und Dubrovnik. Dies sind allerdings nur die größten Städte, darüber hinaus bietet die dalmatische Küste viel mehr Ortschaften, die etwas kleiner sind, jedoch ideal für diejenigen, die nach mehr Einsamkeit oder nach etnspannterer Atmosphäre suchen. Biograd, Cres, Primošten, Pula, Rovinj, Sukošan oder Trogir sind allesamt Orte mit langer touristischen Tradition. Manche warten immer noch mit jener altertümlichen Architektur auf, die für viele Charterurlauber so anziehend ist.
Law & Order
Große Mengen von Yachties, die von der Beliebtheit dieser Region zeugen, nahmen seit den 70ern stetig zu. Lokale Marinas können mittlerweile Zehntausende von festmachenden ausländischen Charterbooten verzeichnen. Also sollten an dieser Stelle auch einige Regeln erwähnt werden. Skipper, die ein eigenes Boot besitzen, benötigen neben der obligatorischen Anmeldung beim Hafenamt auch eine Vignette, die für eine Gebühr ausgehändigt wird.
Der Aufkleber ist für ein Jahr gültig, sein Preis setzt sich aus der Navigationssicherheitsgebühr, der Leuchtturmgebühr und der Verwaltungsgebühr zusammen - nur damit man weiß, was mit dem Geld passiert. Gäste, die regelmäßig mehrere Jahre hintereinander nach Kroatien kommen, erhalten eine Ermäßigung.
Wie immer muss jeder Skipper Dokumente dabei haben, die seine Segelerfahrung bestätigen. Diese müssen zum jeweiligen Yachttyp passen, sonst wird die Genehmigung ungültig. Wer ohne Erlaubnis segelt, macht sich strafbar, ganz zu schweigen davon, dass dadurch alle Versicherungen unwirksam werden.
Wer keine Erlaubnis hat, kann sie vor Ort beim Amt für Seeangelegenheiten oder beim Hafenamt beantragen. Damit kann man jedes Boot mit einer Länge von bis zu 12 m segeln sowie ein UKW-Radio benutzen. Und übrigens: Falls es eine UKW-Radiostation an Bord gibt, muss laut den örtlichen Vorschriften ein Mitglied der Chartercrew berechtigt sein, sie zu bedienen.
Aber bevor diese Formalitäten erledigt werden können, muss man noch alle für die Einreise nötigen Unterlagen vorbereiten. Die gute Nachricht für alle Charterliebhaber ist, dass Einwohner der EU-Länder, Amerikas, Australiens, Großbritanniens, Kanadas und Japans ohne Visum nach Kroatien einreisen und für bis zu 3 Monate (90 Tage) bleiben können. Allerdings benötigen sie einen gültigen Pass sowie Rückfahrttickets.